Alanya
- eine Stadt mit vielen Gesichtern
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Schon
von weitem erkennt man die markante Silhouette des Wahrzeichens Alanyas:
der mächtige Burgberg, gekrönt von der Burg. Dort haben bereits im
2.Jh. vor Chr. Piraten die erste Burg errichtet, die von den Römern
aber zerstört wurde. Links und rechts des Berges, auf dem sich auch
das "alte Alanya" findet, ragen massenweise die üblichen
Bausünden auf: Hotelbunker und andere Hochhäuser. Das ist der Nachteil
des rasanten Wachstums der Stadt: mit einem pittoresken Stadtkern
kann Alanya nicht aufwarten, da ursprünglich die Häuser
nur verstreut in den Obstfeldern standen, bevor der Tourismus die
Stadt entdeckte und zu verändern begann - leider zu einer Zeit,
als man mit Denkmalschutz noch nicht viel am Hut hatte.... |
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Aber
Alanya hat auch andere Gesichter: zum Beispiel der alte Stadtteil
Tophane (links im Bild) unterhalb der Burg. Hier darf nichts neues
mehr dazukommen, einige der hunderte Jahre alten Häuser wurden
gerade frisch restauriert und in anderen wiederum leben die Menschen
wie vor etlichen Jahren. Die engen Gasse strahlen eine Ruhe und
zeitlose Gelassenheit aus, die mich mit meinem Roller als Anachronismus
erscheinen lassen. Dieser Teil Alanyas erschliesst sein Flair nur
zu Fuss....
Von hier aus können Spaziergänger mit Zeit und Puste den
alten Fussweg zur Burg erklimmen - es sit sehr anstrengend, aber
alleine der Ausblick auf die Alten Häuser und das Meer entschädigt
für vieles... leichter ist es, mit Bus oder Taxi hinaufzufahren
und dann gemütlich runterzulaufen....
Auch die vielen
älteren und neueren kleinen grünen Oasen in der Stadt
(rechts der kleine Park mit schönen Wasserlandschaften in der
Nähe des Atatürk-Denkmals) laden zum Verweilen ein. |
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Besonders seit dem
Winter 2001/2 hat sich viel getan: Im letzten Jahr haben sich viele treue
Gäste, die seit Jahren nach Alanya kommen, verwundert die Augen gewischt:
Die Stadt ist wie neu... Der Basar ist endlich fertig und mit roten
Steinen ausgelegt, die den Boden nicht mehr versiegeln, sondern das Regenwasser
in den Boden sickern lassen. Wintergäste können sich sicher noch daran
erinnern, dass man bei Regen gleich durch kleine Teiche waten musste,
da die versiegelte Marmoroberfläche keinen Tropfen durchliess.... Der
neue Belag ist auch endlich rutschfest, ganz wichtige für ältere
und nicht ganz sichere Spaziergänger.
Östlich des Burgbergs wurde die gesamte Strandseite der Hauptstrasse in
einen kilometerlangen "Park" umgewandelt, der mit einem öffentlichen,
sehr schön angelegten Pool beginnt und zu langen Spaziergängen unter
Palmen einlädt. Schöne schmiedeeiserne Ruhebänke, edle Bodenmosaike und
der integrierte, teilweise alte Baumbestand rufen Erinnerungen an Nizza
oder andere mondäne Badeorte des Südens hervor. Auch auf der anderen Seite
des Burgbergs, am Kleopatrastrand und Damlatas, hat sich viel getan. Wie
schon die Güzelyali-Strasse (paralell zum Strand) wurde auch die Damlatas-Strasse
Richtung Stadt mit breiten Bürgersteigen versehen und neu gepflastert
und asphaltiert. Vieles von dem, was neu und mit Liebe gestaltet wurde,
versöhnt mit der fehlenden Altstadt....
"Hauptstadt"
der Deutschen |
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Die
Stadt ist bekannt als "die deutsche Kolonie" der Türkei,
weil nirgendwo sonst in der Türkei so viele Deutsche leben oder
ihren Urlaub verbringen. Die Schätzungen liegen bei 5.000 Deutschen,
die ihren Wohnsitz in Alanya haben, wieviele als "Langzeiturlauber"
mehrere Monate hier verbringen, kann man nur vermuten. Sogar eine
deutsche Leihbücherei findet man hier, was urlaubende Leseratten
sicherlich begrüssen dürften - schliesslich nehmen die "Wälzer"
für den grossen Urlaub einen nicht gerade kleinen Teil der spärlichen
20 kg Freigepäck ein.... Die DM war früher hier so etwas wie
die zweite Währung und fast jeder, der im Tourismus tätig ist, spricht
zumindest etwas deutsch. Natürlich haben sich die Türken
in Windeseile auf den Euro umgestellt, der jetzt die DM als Hauptzahlungsmittel
abgelöst hat.
Wer selbst im
Urlaub Sehnsucht nach deutscher Küche, deutschem Kuchen und
"Filiterkaffee" verspürt, der braucht in Alanya nicht
zu verzagen..... in der Innenstadt gibt es genug Restaurants, die
sich ganz auf die Bedürfnisse der deutschen Alanyabesucher
eingestellt haben. |
Wenn es Nacht wird in Alanya.....
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Manche
sprechen auch vom "Ballermann der türkischen Riviera",
und wenn man die Discos und Kneipen entlang des Hafens betrachtet,
kann dieser Anschein durchaus erweckt werden. Aber es ist eine Strecke
von etwa einem Kilometer, auf der sich Discos und Bars wie der "Zapfhahn",
"Bellmann", "James Dean" und andere finden.
Aber schon ein paar Meter weiter, in der Hafenstrasse, die oberhalb
der Diskotheken von der Stadt Richtung Hafen führt, sieht die
Welt schon anders aus:
Dort sind einige türkische Musikkneipen, wo sich viele junge
Türken abends treffen. Alanya ist nicht nur bei Ausländern ein beliebter
Urlaubsort, auch viele junge Türken verbringen hier ihre Ferien
oder manchmal nur ein Wochenende. |
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Strand
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| Alanya
hat insgesamt über 26 km Strände, daher lässt sich
selbst in der Hochsaison ein "relativ" ruhiges Plätzchen
finden - allerdings etwas ausserhalb und eben notfalls nicht bewirtschaftet.
Direkt in der Stadt findet man den Kleopatra-Strand auf der einen
Seite der Burg, feinsandig, ohne Felsen, relativ sauber und umso
voller, je näher man am Burgberg liegt.
So leer wie
auf dem Foto rechts ist der Kleopatrastrand eigentlich nur im Winter
oder am frühen Morgen.... |
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Hier sind teilweise
Felsplatten im Wasser und der Strand ist direkt am Wasser oft steinig.
Ganz nett liegt es sich auf der Höhe der Strandlokale (z.B. Maren Beach
oder Cemali), weil Getränke oder auch Essen gebracht werden und man die
Toiletten und Duschen des Restaurants benutzen kann. Durch die neue Strandpromenade
wird dieser Teil der Strände sicher eine Aufwertung erfahren, ist
er jetzt doch um Klassen besser als noch im letzten Jahr....
Weiter Richtung Osten wird der Strand immer steiniger, ist nicht mehr
bewirtschaftet und leider auch teilweise nicht mehr sehr sauber. |
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So
verbaut die Stadt selbst ist, solch einen wilden und rauen Charme
strahlt das gleich hinter den letzten Häusern beginnenden Taurusgebirge
aus. Traumhafte Ausblicke auf´s weit entfernte Meer, schroffe
Schluchten, schwindelerregende Serpentinen und eine herrlich klare
Luft findet man so dicht an der Stadt wie sicherlich sonst nirgends.
Besonders im zeitigen Frühling herrscht dort oben eine frische
und klare Atmosphäre, am frühem Morgen hängen noch
Nebelfetzen in den schattigen Ecken und der Tau glitzert in der
Morgensonne.
Für Alanya
eher ungewohnt ist die Stille, die hier oben herrscht....
Im Sommer kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu: dort oben ist es
immer einige Grade kühler als unten am Meer, selbst Ende März
kann es noch sein, dass man vereinzelte Schneeflecken findet. |
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Von weitem kann man die verschneiten Spitzen des Akdag noch
bis den April hinein sehen, wenn unten am Strand schon die
ersten Mutigen ins Wasser gehen....
An dieser
Landschaft kann man "sich besaufen". Natürlich
streckt auch hier der Tourismus seine Fühler aus, wenige
Stellen sind wirklich unberührt. Aber ein Ausflug mit
dem Jeep oder Motorroller "auf die Yayla" - die
Almen mit den Sommerhäusern - lohnt sich allemal....
wer wirklich Zeit hat, kann auf einem Schotterweg im "Eselskarrentempo"
bis nach Konya zuckeln..... |
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Zu allen Kapiteln
finden Sie noch ausführlichere Info´s in den jeweiligen Rubriken.
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